Nebenrollen

January 31, 2010 um 5:57 pm Uhr

Haaalloooo. Ich bin …nennt mich Scipio. Ich bin der Zellennachbar von Hannibal aus “Das Schweigen der Lämmer” und ich erzähl euch jetzt mal die Wahrheit über diesen Pseudointelleg..intarlek…diesen abartigen Dummarsch!

Im Film sieht man mich wie in der Szene wo diese Tussie den Zellengang entlanggeht um zu unserem Herrn Psychologen zu kommen. Ich bin der, der da ein wenig seltsam rumhüpft und sie anbaggert. Ja ich gebe es zu: Da drinnen hatten wir halt nicht oft Damenbesuch.
Jedenfalls erzähl ich euch jetzt mal die Wahrheit über diesen feinen Pinkel. Immer wenn Besuch da war, tat er so als ob er Gebildet und Kultiviert sei aber sobald die weg waren, hat er genauso mit seinem Essen gespielt wie wir anderen auch. Er hat ständig versucht Opern vor sich hin zu summen. Leider vollkommen schief und ohne jegliches Taktgefühl. Es war eine Qual ihm zuhören zu müssen! Hätten die mich nur einmal zu ihm in die Zelle gelassen, dann hätte ich seinen Kopf im Klo runtergespült.
Ist ihnen übrigens schon einmal aufgefallen, dass die Opfer von Serienkillern sich in Filmen fast nie wehren? Ausgenommen natürlich die Hauptpersonen aber die anderen Opfer…NIX! Die stehen nur da und lassen sich umbringen. Sie sehen den Mörder, er schließt die Tür ab und kommt langsam auf sie zu..Abblende. Warum? Meist sind Serienkiller völlig unscheinbare und kleine Typen die sogar schwächlich sind. Hallo Steve Buscimi als Superserienkiller in Conair? Der kleine Kerl. In anderen Filmen ist er immer der Schwächling der auf den Sack bekommt und da auf einmal der große unbesiegbare Böse? Haaallooooo???? Naja jetzt ist Hannibal endlich weg, verlegt in ne andere Einrichtung. Gerüchten zufolge soll er es sogar geschafft haben auszubrechen. Soll die Wärter umgebracht haben…na klar. Ein alter Sack wie der killt einfach mehrere Wärter und entkommt, während ich noch immer hier drin sitze.

Die Welt geht mir auf den Sack. Gut das ich hier drin bin.

Nebenrollen

January 17, 2010 um 6:16 pm Uhr

Hi. Ich bin Dirk. Ich war einer der Passanten, denen Arthur Dent und Ford Prefect aus “Per Anhalter durch die Galaxis” von Douglas Adams auf der Straße bei ihrem Weg in den Pub auf der Erde begegnen. Und das hier ist die Geschichte wie ich sie erlebt habe.

Ich war gerade auf dem Heimweg nach einer durchzechten Nacht. Meine Freundin hatte mich verlassen und ich war mit einem Kumpel durch die Kneipen gezogen und wir haben uns vollaufen lassen, was übrigens genau der Grund war warum meine Freundin mit mir Schluss gemacht hatte. Ich war am Morgen in einem fremden Bett in einem fremden Zimmer aufgewacht und neben mir lag eine mir völlig fremde Frau. Ich weiss das klingt sehr klischeehaft aber genau so wars. Ich hatte einen üblen Kater und hatte überhaupt keine Lust diese Frau da neben mir näher kennen zu lernen, denn allein von der Einrichtung ihrer Wohnung konnte ich schon sagen: Nicht mein Fall! Ich schlich mich also raus und hatte nicht den geringsten Schimmer wo ich war. Die Sonne stach mir förmlich in die Augen und der Lärm auf der Straße erschien mir in meinen Ohren wie Explosionen von Atombomben. Ich schwor mir nie wieder einen Schluck Alkohol zu trinken. Ich lief nach links, weil mir das der richtige Weg zu sein schien. Dann war ich mir aber doch nicht mehr so sicher also fragte ich zwei Typen die mir entgegen kamen nach dem Weg zum nächsten Bahnhof. Die beiden hatte es sehr eilig und der eine meinte es hätte eh keinen Sinn meine Zeit mit der Suche nach nem Bahnhof zu verschwenden, da die Welt gleich untergehen würde. Er klang ziemlich überzeugend und ich folgte den beiden in einen Pub und bestellt mir ein Bier. Die beiden schienen echt schräg drauf zu sein, denn sie kippen ihre Biere im Nu runter und verschwanden dann auch schon wieder. Ich bestelle gerade meine 3te Runde als die Stimme des Aliens zu der Welt sprach. Und dann ging die Welt unter.

Nebenrollen

January 10, 2010 um 5:04 pm Uhr

Hallo. Ich bin Leif, Bediensteter am dänischen Königshof, und das hier ist meine Version von William Shakespeares “Hamlet”

Vor einiger Zeit war der König gestorben. Manche munkelten, er sein ermordet worden. Ich weiss es nicht - will es gar nicht wissen. Ich machte meinen Job und trug mein Kreuz. Bring mir dies, bring mir das. Mach hier sauber, mach da sauber. So sah mein Alltag aus. Dem jungen Prinzen Hamlet begegnete ich nur selten. Meist schritt er grübelnd druch das Schloss und schien wenig um sich rum wahr zu nehmen. Ab und zu sah er mich direkt an aber schien gerade zu durch mich hindurch zu sehen. Er war nicht freundlich und nicht unfreundlich zu mir. Er war einfach sehr mit sich selbst beschäftigt und ich war damit beschäftigt seine Klamotten zum waschen und ihm das Essen zu bringen.
Eines Tages wachte ich früh auf und machte mch an die Arbeit. Wie jede Woche sollte ich heute morgen den Thronsaal putzen und den Schmutz der vergangenen Woche beseitigen. Ich stieß also die Tür auf und….überall lagen Leichen. Der König war tot. Der prinz war tot. Alle waren tot! Und ich musste hier sauber machen!

Nebenrollen

January 3, 2010 um 6:44 pm Uhr

Und noch eine neue Kategorie.

Hier werden jede Woche kleine Nebenfiguren aus berühmten Geschichte ihre Sicht der Dinge darstellen und euch so einen Blck hinter die Kulissen werfen lassen.

Grrrr! Ich bin Ork Nr. 5 aus dem Film „Herr der Ringe – Die Gefährten“ und das ist meine Sicht der Geschichte.

Ich war einfacher Soldat der Urukai unter der Führung des edlen Herrn Saruman. Ich gehörte zu einer Spezialtruppe, die den Auftrag hatte ein paar Halblinge zu fangen und ihre Begleiter zu töten.
Wir rannten viele Tage und Nächte von Isengaard über die Weiten Rohans, immer geführt und angetrieben vom Willen unseres Meisters.
Wir spürten, dass wir unserem Ziel nah waren. Wir rannten einen bewaldeten Hügel hinauf und plötzlich sahen wir einen der dreckigen Menschen vor uns. Er stand auf der Kuppe des Hügels neben einer alten Turmruine mit gezogenem Schwert und erwartete uns. Er war allein – und er hatte keine Chance. Wir würden ihn einfach überrennen und den Willen unseres Meisters erfüllen.
Ich erreichte den Menschen als erster. Ich rannte auf ihn zu und holte mit meinem Schwert aus um dieses Menschlein zu zerhacken.
Dann traf mich sein Schwert und riss mir die Brust auf.