April 18, 2007 um 8:50 pm Uhr
Folge 6
Ich war endlich mal in der Zukunft. Ein deutscher Zeitreisende meinte zu mir, dass ich unbedingt zum 29.07.2027 nach Berlin zur Premiere des bekanntesten, deutschen Films aller Zeiten müsse. Da mir eh kein gutes Reiseziel für dieses Wochenende einfiel und ich der Vergangenheit eh so langsam überdrüssig wurde, befolgte ich seinen Ratschlag. Karten für die Premierenvorstellung zu bekommen war erstaunlich einfach und spätestens jetzt hätte ich stutzig werden müssen aber die Namen der Schauspieler zogen mich einfach ins Kino ohne das ich nachdachte. Auch der äußerst kreative Titel des Films „Die drei FrageLeichen von Bullerbüh“ konnte mich einfach nicht abschrecken. Zur Premiere kamen dann auch sämtliche Stars des Films. Nur die Plätze der Drehbuchautoren blieben seltsamerweise leer. Im Saal herrschte aufgeregte Spannung und Vorfreude und dann ging es auch endlich los. Alles wurde Dunkel und so blieb es dann auch gefühlte 1000 Jahre lang. Immer wieder versuchten Leute während des Films den Saal zu verlassen aber die Türen blieben verschlossen.
Als ich es dann endlich überstanden hatte, recherchierte ich noch weiter in der Zukunft was genau damals an diesem Abend losgelöst und wieso der Film zum bekanntesten, deutschen Film aller Zeiten wurde. Er brachte die Deutsche Filmindustrie auf über 200 Jahre zum erliegen, da alleine schon der Gedanke ein anderer deutscher Film könne auch nur ansatzweise so ähnlich sein wie der FrageLeichen-Film die Zuschauer in nackte Panik versetzte. Hatte die Weltgemeinschaft bei den ersten beiden Weltkriege erst noch eins und später dann beide Augen zudrücken können, so hatte sie bei diesem Film einfach kein drittes Auge mehr übrig das sie zudrücken konnte.
Auch ich habe bei dieser Reise meine Lektion gelernt. Traue niemals einem Deutschen bei Filmempfehlungen.
Die drei FrageLeichen von Bullerbüh
In den Rollen:
Oliver Kalkhofe als Doofnuss Jonas
Thomas Hermanns als Peter Puff
Bastian Pastevka als Bob Bohrloch
Götz George als Dr. Björn Hellmark
Waldemar Hartmann als Alfred Bigcock
Martin Semmelrogge als Spinny Boris
Klaus Maria Herbst als Doofnuss Jonas lange verschollener Zwillingsbruder
Susan Stahnke als Jelena
Antonio Banderas als Hispanic Junge
Oliver Pocher als Überfahrener Zeitungsjunge
Heidi Kabel als Tante Mathilda
In sämtlichen anderen Rollen(inklusive aller Passanten) Hape Kerkeling
April 7, 2007 um 6:26 pm Uhr
Das Volk hat gesprochen - bzw NICHT gesprochen. Das Skript für Folge 4 der Drei FrageLeichen wird nicht als Hörspiel umgesetzt werden. Da das Skript für Folge 5 allerdings noch in Arbeit ist, wird sich die Veröfenlichung der nächsten Folge noch eine Weile hinziehen. Die neue Folge wird “Peterchens Mondfahrt” heißen und wahrscheinlich erst Ende des Sommers veröffentlicht werden. Die Zeit bis dahin könnt ihr euch schon ein wenig darauf vorbereiten und euch etwas über das gleichnamige Kinderbuch “Peterchens Mondfahrt”, Star Wars, Per Anhalter durch die Galaxis und die Drei Fragezeichenfolge Nr.92 (Todesflug) schlau machen.
Das Team des Glortverlags wünscht euch gutes Wetter und frohe Ostern.
um 6:14 pm Uhr
Karfreitag ist Jesus gestorben, am Sonntag ist er wieder aufgestanden und zwischendurch war er halt einfach Tod.
um 6:13 pm Uhr
Folge 5
Ohhh Mann! Hab ich einen Kater. Gestern bin ich in der Antik bei den alten Griechen gelandet. Von wegen der Ursprung der Zivilisation und Begründer der Philosophie! Ursprung der Stammtischphilosophen und Begründer der Kneipenschlägereien vielleicht aber mehr auch nicht. Platon, Aristoteles und wie sie alles hießen sind nicht berühmt geworden weil sie das schlaueste gesagt haben, sondern weil sie die Schlägereien gewonnen und somit ihre „Philosophie“ durchgesetzt haben! Aber gastfreundlich sind sie – zumindest am Anfang. Aber wenn man dann auch mal was philosophisches sagt um nicht als Volldepp dazustehen, drehen die gleich durch. Dann fangen sie an mit ihren Armen rumzufuchteln und dich zu beleidigen – jedenfalls denke ich, dass es Beleidigungen waren. Wenn man kein Wort versteht, ist das halt schwer zu beurteilen, wenn ein Typ dich anschreit und immer wieder Sabber auf dich fliegt. Alles was ich gesagt hatte war: „homo homini lupus“. Das hab ich mir von Thomas Hobbes geklaut. Aber anscheinend waren die für seine Philosophie noch nicht bereit. Also versuchte ich das Ganze mit den Worten: „cum post hoc ergo propter hoc“ zu entschärfen. Damit war ich dann aber auch mit meinem Latein am Ende. Das verschlimmerte die Sache aber nur. Kurze Zeit später stand ich dann zusammen mit Sokrates in der Mitte der Bar - umringt von den anderen Gästen. Jeder von uns hatte einen Tisch voller gefüllter Becher vor sich. Also nahm ich an das es nun eine Art Wettsauen geben würde. Sokrates fing an. Er nahm einen der Becher und trank ihn in einem Zug aus. Nun war ich dran. Ich nahm auch einen und trank. So ging es dann eine ganze Weile weiter und wir beide hatten schon gut einen sitzen aber aufhören schien keine Option zu sein bis nicht einer umkippte. Dann trank Sokrates seinen nächsten Becher und begann zu würgen und zu keuchen. Dann lief er blau an und kippte einfach um. Ich war der Sieger!
Im Nachhinein begriff ich dann, dass es nicht nur ein einfaches Wettsaufen war, sondern die Urform von „Russisch Roulette“. Wir beide hatten je einen vergifteten Becher auf unserem Tisch gehabt. Puhhh, das hätte ins Auge gehen können ! In Zukunft sollte ich wohl besser aufpassen.
um 6:09 pm Uhr
Folge 5
Prof. Plempel: Ahhh hallo Jungs. Na was guckt ihr denn da?
Augustus Plempel: Hi Papa. Wir gucken uns hier gerade True Lies an.
Prof. Plempel: Ahhh. Stop Stop Stopp. Mach mal schnell auf Standbild. Da! Seht ihr diesen Sekretär da im Hintergrund. So auf den ersten Blick würde ich sagen, dass das ein Biedermeier ist. Ganz genau kann ich das natürlich aus dieser Perspektive nicht sagen. Wurde die schon aus anderen Blickwinkeln gezeigt?
Augustus Plempel: ähhhhh.
Prof. Plempel: Macht ja ni. Gucken wir halt mal schnell. Los spul mal zurück zum Anfang. So und jetzt im Schnelldurchlauf. Nein…Nein….Nein……Halt. Da. Mmhhh Neinn. Doch nicht…weiter….weiter…Ahhhh Stop! Ja da sieht man sie noch mal. Aber der Winkel ist auch nicht besser. Spul mal weiter – vielleicht ist sie später noch mal zu sehen.
Augustus Plempel: Nein. Die ist nicht mehr zu sehen. Es gibt nachher keine Szenen mehr in diesem Haus.
Prof. Plempel: Sehr Schade. Na gut. Dann lass mal dieses Standbild. So wird uns das auch erstmal reichen. Dieser Sekretär da würde ich jetzt mal auf das Jahr 1837 schätzen. Seht ihr diese schlichte Eleganz? Das macht einen Biedermeier erst aus, denn der Begriff Biedermeier ist nur eine Zeitspannenbezeichnung für den Deutschen Bund und Österreich und steht nicht für den Macher dieser Möbel an sich, wie ihr jetzt vielleicht dachtet. Typisch bei Biedermeiermöbel ist, dass es meist Kleinmöbel sind. Natürlich gibt es auch moderne Möbel im Biedermeierstil aber die sind natürlich nicht so wertvoll wie die Originale.
Augustus Plempel: Papa! Es reicht. Können wir jetzt den Film weitergucken?
Prof. Plempel: Ohh natürlich. Ohhh warte! Da siehst du die Vase da hinten rechts?
Augustus Plempel: Papa!
Prof. Plempel: Jaaa. Man kann soviel lernen – auch bei Filmen! Ich glaub ich sollte in meine Vorlesung auch mal Filme einbauen. Die Studenten werden begeistert sein!
April 1, 2007 um 11:58 am Uhr
Bisher hat noch keiner einen Kommentar zum Skript von Folge 4 abgegeben! Kein Kommentar bedeutet am Ende ein NEIN und sie wird nicht erscheinen und dann seid ihr selber Schuld wenn ihr hier noch länger auf die nächste Folge warten müsst. Das Skript findet ihr unter dem Punkt FrageLeichen. Also ran an den Speck.
Euer Glortverlag Team
um 11:56 am Uhr
Alles hat ein Ende, nur der Maske und die Uncle-Sam-Wurst haben zwei.
um 11:53 am Uhr
Folge 4
Alexandra Staub: Hallo. Ich hab hier dieses Bild.
Prof. Plempel: Bild? Das ist ein Backstreet Boys Poster für 9,95€ aus dem Supermarkt. Verschwinde hier und lass wieder Rentner mit ihrem Trödel hier ran.
Alexandra Staub: Aber auf dem Poster sind die Unterschriften von allen Bandmitgliedern.
Prof. Plempel: Hää? Das Geschmiere da sollen die Unterschriften von Kevin, Brian, A.J., Howie und Nick sein? Howie hat bei meiner Autogrammkarte kein Herzchen über als I-Punkt gemalt, weshalb ich das hier für eine billige Fälschung halte.
Alexandra Staub: Aber ich hab es sogar auf Video wie die Jungs mir das poster unterschreiben. Soll ich es ihnen zeigen?
Prof. Plempel: Mmmhhhhh nein. Ok Ich gucks mir an. Aber ich denke du bist da ein paar Doppelgängern auf den Leim gegangen. Nagut gucken wir uns das ganze mal genauer an. Also das Poster ist schon mal nicht mehr im besten Zustand. Da ein Eselsohr, da ein Knick und was ist das da? Ein Fettfleck? Ohhh mann Mädel. Wodrin hast du das Poster den hergebracht? In deiner Hosentasche oder was?! Anscheinend handelt es sich hierbei um ein Werk aus den späten 90er Jahren des vergangen Jahrhunderts. Das Bild zeigt die Backstreet Boys nackt auf der Toilette beim Koksen, was an sich schn mal ein eher ungewöhnliches Motiv für einen Fanartikel ist. Auch das “Village People” Poster das im Hintergrund zu sehen ist, wirkt nicht wirklich glaubwürdig. Gut zu den Unterschriften…”For the sweet Alex. In love Nick” Klingt mir ebenfalls nicht sehr glaubwürdig. Selbst wenn das Echt sein sollte, schränken solche Sätze den Wert dieses Posters schon gewaltig ein, denn schließlich würden nur deine Namensvettern das Poster noch kaufen. Auch die anderen Bandmitglieder haben fast alle ganze Sätze hingeschrieben. Normalerweise schreiben sie höchstens ihre Initialen dahin. Die Schrift sieht sehr nach Kleinkind aus, was wiederum eher für die Echtheit spricht. Ja und da ist auch der typische Rechtschreibfehler von Howie bei seinem eigenem Namen, wo er sich ohne E am Ende schreibt. Trotz des etwas ungewöhnlichen Motives und den ganzen Sätzen als Widmung tendiere ich dazu dieses Poster und seine Unterschriften als Echt zu bewerten. Durch die Namenswidmung wird der Wert allerdings wie gesagt erheblich eingeschränkt. Ich denke bei Ebay bekommst du dafür noch so 30€.
Alexandra Staub: Was? Nurß Na dann behalt ich es lieber.
Prof. Plempel: Überlegs dir. Von Tag zu Tag wird das Ding weniger wert. Ich würde verkaufen solange es noch geht. So das wars auch wieder für diese Woche mit “Kunst mit Plempel”. Bis nächste Woche.
um 11:30 am Uhr
Folge 4: Jack the Ripper
Liebe Leser,
ich bin gerade zurück aus dem viktorianischen England. Ich wollte wie sehr viele Zeitreisen-Touristen endlich mal wissen, wer Jack the Ripper war. Somit standen wir in der noch halbwegs warmen Herbstsonne und genossen ein paar Pint Ale, das abartig schmeckte. Viele Zeitreisen-Touristen waren schon blitzeblau oder hatten dank des unreinen Brauwassers ordentlich Dünsch. Ich dagegen hatte mich vorbereitet und trug ganz stilecht einen schwarzen Umhang, der innen mit rotem Samt ausgeschlagen war und einen Zylinder. Ich wartete den Ripper ab und plauderte mit ein paar “Unglückseligen”. Aber es geschah gar nichts. Ich vermutet bald, dass dieser Abend hier in einem Zeitreisendesaster enden würde, denn wenn ich den Ripper mit meiner Anwesenheit verscheucht haben sollte, wären diese Morde nie geschehen, ich würde also niemals ein Jahrhundert später auf die Idee kommen sie zu besuchen usw usw. Ein Paradoxon, in dem unweigerlich das Universum platzen würde. Ich musste also etwas tun. Gottseidank hatte ich mein großes Schweizer-Offiziersmesser dabei und kannte das erste Ripper Opfer nur zu gut. Ich schlich mich also an, zog sie in meinen Bann und nunja… ich musste das ja schliesslich tun, um mich, sie und das ganze Universum vor der Implosion zu schützen! Es war keine schöne Sache, aber es war nötig. Direkt nach dem Mord, reiste ich besudelt mit Blut wieder in die Gegenwart. Jetzt heisst es ein paar tage entspannen, bis ich wieder zuschlagen muss. Zeitreisen sind eben nichts für sanfte Gemüter.